Wann, wenn nicht jetzt...

... ist es Zeit für alles, was das Leben wirklich reicher macht? Für ein gelebtes, lässiges Selbstverständnis von Frauen, die sich mit + – 50 wohler, entspannter und besser fühlen als je zuvor – und genau das ausstrahlen. BeFifty ist der Blog von Beate, eine dieser erfolgreichen Frauen – mit sehr konkreten statt allgemeinen Profi-Tipps und Themen rund um Fashion / Beauty / Travel. Also los: Like to BeFifty.

 

 © Foto: Johanna Link / Donna Magazin 

© Foto: Johanna Link / Donna Magazin 

Mein Schweden: Elche, Hundeschlitten und Polarlicher

Mein Schweden: Elche, Hundeschlitten und Polarlicher

Ihr liebt Wintersport, aber wollt nicht immer in die Alpen zum Skifahren? Natur pur erleben und mal eine ganz stille Ecke kennenlernen? Dann seid Ihr in Schweden genau richtig.

Hier gibt es neben einer wunderschönen und sehr besonderen Landschaft jede Menge Schnee-Aktivtiäten und Einblicke in ein Leben abseits der Zivilisation. Eine Reise, die ganz tiefe Spuren bei mir hinterlassen hat und den Wunsch geweckt hat, wiederzukommen und den Rest zu entdecken.

Mein Ziel: Kiruna in Lappland, im Norden von Schweden, nördlich des Polarkreises. Zur Einstimmung ein Video mit ersten Impressionen zu meiner Tour mit Hundeschlittenfahrten, Polarlichtern, zugefrorenen und schneebedeckten Seen und einer perfekten Natur mit Elchen und Rentieren.

Die Reise-Fakten:

Klima: Die Bedingungen im Winter sind extrem. Die Temperaturen lagen Anfang Januar bei -30 Grad, Sonnenaufgang 11:11 Uhr, Sonnenuntergang 12:16 Uhr. Ganz ehrlich, oft saß ich im Auto und musste überlegen, ob die Sonne jetzt auf- oder untergeht. Die Dunkelheit macht einen müde, ähnlich wie ein Mini-Jetlag, aber auch daran gewöhnt man sich schnell. Und dieses besondere und reduzierte Licht schafft eine sehr spezielle Atmosphäre, zieht etwas die Handbremse im Alltagsstress.

-35 Grad, Eingang zum ICE Hotel. Mein erster Tag in Lappland. Nur einmal ist mir der Anfängerfehler passiert, beim Fotografieren die Handschuhe auszuziehen. Leider direkt am ersten und kältesten Tag.

 

Anreise:

Die Anreise ist unkompliziert. Einen Direktflug nach Stockholm buchen, wenn möglich ein paar Tage die wunderschöne Stadt besichtigen, und dann weiter nach Kiruna. Flugdauer ab Stockholm ca. 1,5 Stunden. Kiruna wird mehrmals täglich ab Stockholm angeflogen.

Anflug auf Kiruna. Weite, Eis und ein sehr spezielles Licht.

 

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Ankunft in Kiruna um 13.05 Uhr, kurz nach Sonnenuntergang, -25 Grad. Unfassbarbar schön. Staunend habe ich meinen Rollkoffer über die geschlossene Schneedecke gezogen und  für einen kleinen Augenblick die Kälte vergessen. Nur die kleine Gruppe Inder hat noch mehr Fotos als ich geschossen ;-).

 

Sprache: Die Schweden sprechen ein sehr gutes Englisch. Im Fernsehen werden viele internationale Filme in O-Ton gezeigt, mit schwedischen Untertiteln. Geniale Lösung, hätte ich auch gerne in Deutschland.

Unterkunft: Das bekannteste Hotel ist das ICE Hotel in Kiruna. Da wir vier Tage vor Anreise in den Weihnachtsferien den Trip gebucht haben, war es natürlich ausgebucht. Es besteht allerdings die Möglichkeit, das Hotel zu besichtigen, ohne dort zu wohnen. Hat mir persönlich gereicht.   Ausführliche Infos im kommenden Blog Post "ICE Hotel".

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Doppelzimmer im ICE Hotel, konstante -5 Grad Raumtemperatur.

 

Wir haben in Kiruna im Camp Ripan gewohnt. Dort sind kleine Holzchalets aneinandergereiht, die sehr schlicht und funktionell eingerichtet sind. Die Betten waren klasse, das Badezimmer klein, aber alles hat wunderbar funktioniert. Spontan hat es mich an Ikea erinnert und mir hat es sehr gut gefallen. Zur Anlage gehört eine Rezeption mit angeschlossenem Restaurant. Das Hotel organisiert Ausflüge und gibt Tipps. Die Ausflüge sollte man unbedingt im Voraus buchen, da die Kapazitäten aufgrund der kleinen Gruppenstärke sehr beschränkt sind. Das Restaurant ist gut, hat eine traditionelle schwedische Küche und ist noch etwas hochpreisiger als die übrigen Restaurants in Schweden.

www.ripan.se

 

CAMP RIPAN, unsere Unterkunft. Schwedisch, funktionell, im Chalet-Style.

 

Rezeption Camp Ripan und Treffpunkt für Ausflüge.

 

Essen und Trinken: Rentier, Elch und lokale Fische - die schwedische Küche ist recht fleischlastig, lokal und gut. Meine Droge in Schweden: Lakritz! Das können die Schweden. Und zwar richtiges Lakritz. Mit Süßholz, keine Ersatzstoffe. Die Vorliebe der Schweden für Lakritz erkennt man sofort im Supermarkt. Ganze Regale sind gefüllt mit Lakritzprodukten, die Auswahl ist enorm. Der Alkohol ist recht teuer, ein Glas Bier kostet ca. 7-8 Euro, ein Glas Wein ca. 10 Euro.

Snack im ICE Hotel und dazu literweise heißen Tee.

 

Die Stadt Kiruna: Kiruna ist die nördlichste Stadt in Schweden, mit ca. 18.000 Einwohnern. Wer das ursprüngliche Kiruna sehen will, sollte sich beeilen. Die gesamte Stadt wird umgesiedelt und muss der weltgrößten Eisenerzmine weichen. In Kiruna kann man schon Risse im Straßenbild erkennen. Die feinen Linien sind erste Anzeichen dafür, dass die Mine immer näherkommt. Historische Gebäude werden 1:1 abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut, der Rest wird quasi von der Mine verschluckt und verschwindet aus dem Stadtbild. Städteplaner errichten eine neue Stadt. Die Stimmung in der Stadt ist überwiegend gut -  die staatliche Mine ist der Hauptarbeitgeber und die Einwohner vertrauen ihr.

Eines der bemerkenswertesten Gebäude ist die Kirche in Kiruna. Diese verbindet amerikanische Holzarchitektur mit Einflüssen der norwegischen Stabkirchen und samischen Koten. Auch die Kirche wird an einen neuen Platz übersiedelt werden. Sie soll dabei vollständig erhalten bleiben.

Wunderschöne Kirche in Kiruna im Stil der amerikanischen Holzarchitektur.

 

Die staatliche Eisenerzfirma Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag, kurz LKAB. Größter Arbeitgeber in Kiruna.

 

Ja, auch Eisenerz-Abbau kann sehr romantisch sein (rechts).

 

Lust auf Schweden bekommen? So geht's weiter in meiner Schweden-Serie:

"Am Ende der Welt:  Abisko Nationalpark"

ICEHOTEL - einmalig, nicht kopierbar und einfach eun Erlebnis.

 

 

 

 

kb

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