I’m not saying Paris will fix all your problems…
… but it might.
Gestern lehnte ich mich an eine der für Paris so typischen Mauern aus sandfarbenem Kalkstein und trank meinen Cappuccino – oder besser: meinen Café crème – in meinem liebsten Pariser Viertel. Es war der eine Tag, an dem die Sonne auf dieses kleine Plätzchen schien. Hätte man mir in diesem Moment die Frage gestellt, ob Paris Probleme lösen kann, dann wäre meine Antwort ein schnelles und lautes Ja gewesen! Die Stadt ist eine große Welle des Glücks, und ich freu mich, euch meine schönsten Plätze der letzten Tage zu zeigen.
Das große Glück: Auf einem Platz in der Sonne in Paris einen Kaffee trinken
An den restlichen, teils nebligen und kühleren Tagen allerdings auch. Der Pariser Frühling hat sich noch zögerlich gezeigt, aber mit weit mehr joie de vivre als in München. Und so habe ich auf langen Spaziergängen in den letzten Tagen nachgedacht, was mich so glücklich gemacht hat und mir in der französischen Hauptstadt so viel unerwartete Leichtigkeit geschenkt hat.
Meine kleine Paris-Liste – die übrigens auch zu jeder anderen Jahreszeit funktionieren und glücklich machen könnte. Probiert es mal aus!
Oh Paris!
Paris in der K-Woche vor Ostern? Eine gute Idee und war es voll?
Ich fand es überraschend easy und entspannt. Natürlich ist es an den sehr touristischen Plätzen voll, aber auch dort haben wir ruhige Momente erlebt und die großzügigen Parks - Jardin du Luxembourg, Jardin des Plantes, Jardin des Tuileries - sehr genossen.
Wir waren viel im 11. Arrondissement unterwegs, einem lebendigen, multikulturellen Stadtteil. Hier findet ihr viele Bistros, die meist authentisch und unprätentiös sind (siehe Tipps weiter unten), Street-Art, Boutiquen und Bars. Meine Empfehlung: Macht einen Spaziergang am Canal Saint-Martin, an dem man ein gutes Gefühl für das Viertel und das Leben in Paris bekommt. Und natürlich ist Le Marais immer noch klasse, auch wenn es in den letzten Jahren etwas an ursprünglichen Charme verloren hat, deutlich hipper, teurer und touristischer geworden ist.
Kunst genießen - A Little Culture
Mein Kulturtipp #1: Global Warning von Martin Parr
Schaut euch die Ausstellung Global Warning von Martin Parr an. Für mich eine der Fotoausstellungen im Jahr 2026. Sie läuft bis zum 24. Mai 2026 im Museum Jeu de Paume. 180 Werke, die von den späten 1970er-Jahren bis heute reichen – jedes sehenswert, bei jedem rückt er das ernste Thema auf spielerische Weise in den Vordergrund. Reserviert euch online euren Slot für die Ausstellung.
Mein Kulturtipp #2: Galerie Thaddaeus Ropac
Bis Mitte April präsentiert die Galerie Thaddaeus Ropac im Marais die Ausstellung "Glass Slipper", die erste Einzelausstellung von Ariana Papademetropoulos in Frankreich. Die kalifornische Künstlerin zeigt mehrere großformatige Gemälde, einige Skulpturen sowie eine immersive Installation. Wer mutig ist, kann hier Platz nehmen und gefühlt in einem Aquarium voller Fische liegen. Ich war es nicht und bereue es immer noch. Lotti – you go girl!
Mein Kulturtipp #3: Musée de l'Orangerie
Die permanente Sammlung umfasst Meisterwerke des Impressionismus und Postimpressionismus, darunter Werke von Renoir, Cézanne, Matisse, Picasso und Modigliani aus den Sammlungen von Jean Walter und Paul Guillaume. Gekommen bin ich natürlich wegen meiner geliebten Seerosen von Claude Monet – und sie haben mich, auch wenn es nicht New York ist, nicht enttäuscht. Hier geht’s zum Museum – reserviert euch einen Slot.
Besondere Foodie-Paradise
Alle müssen im Urlaub essen, deshalb fehlen in diesem Post natürlich auch nicht Restaurant-Tipps. Wir haben recht intensiv getestet und waren mittags und abends essen. Alle Restaurants waren klasse und sehr unterschiedlich. Meine Favoriten waren die Restaurants Chez Georges (hier haben wir etwas Besonderes gefeiert - und hätte ich die Wahl, würde ich hier gerne jeden Tag essen),
das Le Cornichon (70er-Jahre-Retro-Look, unfassbar nettes Team und einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis, im 11. Arrondissement). Vintage-Dekor, Rubbelspiele (ja, wir haben wohl alle sehr viel Glück in der Liebe, dafür Pech im Spiel – aber es hat viel Spaß gemacht) und
das Bistro Le Petit Varenne. Auf den ersten Blick eine Brasserie wie tausend andere, aber dieser Ort ist besser und besonders. Kleines Menü, gutes Essen und Paris pur.
Weitere Empfehlungen: Recoin, Rives, Tarantula, Tagesbar Avant Comptoir (für den Wein & Snack zwischendurch).
Wunderbar überflüssige Dinge (und notwendige) bewundern und kaufen
Paris bietet alles, was man sich wünscht, vorstellen kann und auch nicht vorstellen kann. Im Stadtviertel Le Marais findet ihr zum Beispiel trendige Boutiquen, Vintage-Läden und junge Designer, im Saint-Germain-des-Prés / Sèvres Babylone gehobene Rive Gauche-Einkaufsatmosphäre, der Place Vendôme ist einer der ikonischsten Orte für Luxusshopping in Paris, umgeben von prächtigen klassizistischen Gebäuden.
Ich bin gezielt zum Kaufhaus Le Bon Marché (24 Rue de Sèvres) gefahren und es war eine gute Wahl. Die aktuelle Aktion "Tous à la Ferme!" ist eine temporäre Frühlingsausstellung, die ländliches Flair mit Shopping verbindet und das Kaufhaus in eine fantasievolle Farm verwandelt. Das Kaufhaus unterstützt die Organisation Solidarité Paysans durch Rundung an der Kasse, um betroffene Landwirte zu helfen. I like - neben der Auktion hat mich das exklusive Sortiment mit Fokus auf Luxusmode, Schönheit und Feinkost überzeugt.
Unerlässliche Reisebegleiter
Ich verreise nie ohne Schlafmaske, ein Piece, das mich jede Nacht in München begleitet. In Paris hatte ich erstmalig ein Paar Ohrenstöpsel dabei - ohne Grund wie sich herausstellte. Die Fenster meines Hotelzimmers blickten auf einen typischen Pariser Innenhof und es war 24/7 muskmäuschenstill, fast wie im idyllischen Bayern.
Der öffentliche Nahverkehr in Paris
Unerlässlich war auch die App Ile de France Mobilités. Die offizielle App ist das Hauptwerkzeug zum Kauf von Tickets und zur Navigation im öffentlichen Nahverkehr in Paris. Am letzten Tag habe ich dann auch die Nutzung des Handys als Fahrschein fehlerfrei beherrscht. Wenn man weiß, wie es geht, dann ist es easy.
Bon voyage,
Eure Beate
© alle Paris Fotos Beate Finken
© Titelfoto BeFifty
P.S.: Info zur Transparenz. Das Titelfoto wurde in München kurz vor der Abreise aufgenommen und es zeigt schon ein wenig meine Vorfreude auf die wunderbare Stadt.



