I’m a Bowery Girl & this bag is made for A New York Minute
Ich habe lange überlegt, warum ich mich an der Bowery und in der Lower East Side in New York so wohlfühle. Nach meinem dritten längeren Aufenthalt wurde mir klar: Die Bowery und die Neighborhood erinnern mich ganz stark an meine Zeit 1986 in New York.
New York 1986 – bevor die Stadt geglättet wurde
1986 war New York eine andere Welt. Die Subway wurde mit dem "Bullseye"-Token bezahlt, war mit Graffiti übersät, quietschte und war sehr weit entfernt von einem Wohlfühlort. Manhattan war deutlich gefährlicher, lauter, aber auch pulsierend vor Kreativität. Mein Vater hat mir damals vor meiner Abreise eine Straßenkarte mitgegeben, auf der er die Zonen eingezeichnet hatte, in die ich auf keinen Fall gehen durfte. Es waren viele :-). Die Kriminalitätsrate war hoch und viele Straßenzüge in Manhattan galten als No-go-Areas.
A New York Minute - Bowery Special
Ich freue mich, euch heute mit in die Neighborhood Bowery zu nehmen, euch meine Plätze zu zeigen, an denen ich meine Abende verbracht habe und ein bisschen was über meine Tasche zu erzählen.
There’s nothing like New York - Enjoy!
9 Nights @ The Bowery
Gewohnt habe ich dieses Jahr wieder im The Bowery Hotel in der Lower East Side. Ich mag das Hotel wahnsinnig gerne. Ich glaube, es ist mein dritter oder vierter Aufenthalt dort. Das Personal ist sehr nett und “on”. Das ist mir bei ganz vielen Kleinigkeiten aufgefallen. Das Bowery Hotel ist (noch) eines der wenigen hohen Gebäude in einer ansonsten eher niedrigen Nachbarschaft, und so hat man von den offen gestalteten Zimmern mit großen, bodentiefen Fenstern im Loft-Style einen besonderen Ausblick auf das East Village, wie man ihn sonst nur selten zu sehen bekommt. Das Publikum ist meist jung, interessant, und man bleibt unter sich. Ich habe selten so nette Gespräche in den Aufzügen und in der offenen Lobby mit Kamin geführt. 2011 fand im Hotel die Feier zur Eheschließung von Paul McCartney und Nancy Shevell statt. Ralph Lauren, Yoko Ono und Sean Lennon sollen dabei gewesen sein.
The Bowery – Manhattan’s Edgiest Street und eine der letzten wilden Gegenden in New York
Das Hotel befindet sich in der Bowery, am Übergang zwischen dem East Village, NoHo und der Lower East Side. Diese Gegend ist für mich aktuell eine der spannendsten der Stadt. Das Viertel ist geprägt von kleinen Cafés, sehr guten Restaurants, Bars und unabhängigen Stores.
The Bowery was never an ordinary street. This is why.
In den 1970er-Jahren wurde die Straße zu einer wichtigen Bühne der amerikanischen Punkbewegung und zu einer Wiege der New Yorker Kunst- und Kulturszene. Im legendären Club CBGB (300 Meter vom Bowery Hotel entfernt) traten Bands wie die Ramones, Blondie und Talking Heads auf.
Von Punk zum kreativen Hotspot
Quintessentially New York - durch und durch New York
An vielen Ecken spürt man immer noch die Geschichte des Viertels. Sehr lange galt die Bowery als “Amerikas düsterste Straße“. Recherchiert man ein wenig, findet man im Zusammenhang mit der Bowery Begriffe wie “Satan’s Highway“, “The Mile of Hell“ und “The Street of Forgotten Men“. Auch wenn die Gentrifizierung in diesem Viertel zu spüren ist, sind die ursprünglichen Vibes definitiv noch da und tun dem Viertel sehr gut. Man ist abseits vom Mainstream, während die beliebten Viertel SoHo und Nolita sowie das East Village nur ein paar Gehminuten entfernt sind.
I’m a Bowery Girl & this bag is made for A New York Minute
Eine Tasche, in der man alles unterbekommt und die sich anpasst
Immer dabei: Die Bel Air von Balenciaga. Es gibt kaum einen Moment, in dem diese Tasche nicht passt. In der Tasche habe ich meist meine Kamera, Lipgloss, Handy, Ersatzakkus für Handy und Kamera, mein Notizbuch und natürlich die New York Times. Die Bel Air wertet jedes Outfit auf, passt zu fast allen Looks und ist weit entfernt von Logomania und Loud Luxury. Und ich liebe die verschiedenen Fächer und die Möglichkeit, sie mit ein paar Handgriffen zu ändern.
Meine Tipps für den Taschenkauf
Bel Air & Bowery - große Liebe
Greift man zur richtigen Tasche, kann es eine Investition fürs Leben sein. Ich setze auf alltagstaugliche Modelle, die klassisch, modern und zeitlos sind. Achtet auf eine gute Lederqualität. Vollnarbenleder und unbeschichtetes Leder können mit den Jahren immer schöner werden. Meinen Taschen darf man mit den Jahren ansehen, dass sie mich begleitet haben und Geschichten zu erzählen haben - sie sind keine Ausstellungsstücke, sondern Begleiter fürs Leben.
Meine Foodie-Tipps für New York Nights
Food Spots - Literally a minute away. Meine Empfehlungen!
Gemma im The Bowery Hotel - italienische Trattoria im Erdgeschoss des Bowery Hotels. Küchenchef Andrea Taormina serviert rustikale, saisonale italienische Küche – Pasta, Pizza aus dem Holzofen, Burrata, Carpaccio. Mein Tipp: Reserviert an einem Donnerstag-, Freitag- oder Samstagabend einen Tisch auf der Terrasse und ihr seid mitten im New Yorker Leben.
La Mercerie - elegantes französisches Bistro im Roman and Williams Guild – einem stilvollen Möbel- und Lifestyle-Store. Klassisch-französische Gerichte wie Boeuf Bourguignon und Poulet Rôti in einem hellblau-grauen, ästhetisch durchdesignten Raum. Frühstück, Lunch und Dinner, sehr fotogen und beliebt für besondere Anlässe und mit einer wunderschönen Terrasse.
Il Buco - mein All-Time-Favorit!Seit 1994 eine Institution – ursprünglich ein Antiquitätengeschäft, heute ein rustikal-charmantes italienisch-mediterranes Restaurant mit toskanischem Flair. Bekannt für Pasta, Risotto und Bistecca sowie eine preisgekrönte Weinkarte. Das Il Buco besuche ich bestimmt schon seit 10 Jahren, durchgehend sehr gute Qualität und sehr nette Bedienung. Am liebsten sitze ich draußen mit Blick auf die Straße.
Il Buco Alimentari - die “kleine Schwester” und der lässigere Ableger von Il Buco, für mich ist die Kombination aus Feinkostladen, Bäckerei und Restaurant mit Gemeinschaftstischen eine 10/10. Authentische italienische Küche, frische Pasta und Charcuterie in entspannter, trubeliger Atmosphäre. Hier hat man eine Chance, einen Platz ohne Reservierung an der langen Bar oder an einem großen Gemeinschaftstisch zu ergattern. Die Pizza ist 1A!
Fish Cheeks - moderne und lebendige Thai-Küche, spezialisiert auf Meeresfrüchte. Bekannt für Krabben-Fried-Rice und ganzen gedämpften Fisch, mit mutigen, würzigen Aromen aus Thailand. Fish Cheeks wurde von Pete Wells in der New York Times mit zwei Sternen bewertet. Auch hier kann man im Sommer klasse draußen sitzen, meist sehr gut besucht, unbedingt reservieren oder etwas Wartezeit einplanen.
Los Tacos No. 1 - beliebte Taqueria im Tijuana-Stil, Stehimbiss-Konzept ohne Sitzplätze, dafür mit preisgekrönten Tacos (Adobada, Carne Asada) aus Familienrezepten – schnell, authentisch und günstig - und extrem lecker. Genauso mag ich Fast Food.
The Musket Room - modernes Fine Dining. Michelin-Stern-Restaurant seit 2014, ursprünglich von neuseeländischer Küche inspiriert, heute unter Küchenchefin Mary Attea mit grenzüberschreitende Küche mit spanischen, osteuropäischen und nahöstlichen Einflüssen. Gemütliches Ambiente mit Garten, Tasting-Menüs und lebhafter Bar-Atmosphäre. Mein Tipp für einen besonderen Abend! Reserviert im Sommer einen Platz im wunderschönen Innenhof.
Le Botaniste - pflanzliche, organische Küche, Selbstbedienung. Fokus auf nachhaltige, globale Bowls, Dips und Desserts – alles vegan, glutenfrei und CO2-neutral. Ideal für die gesunde Mahlzeit zwischendurch, unkompliziert.
Bis zum nächsten Mal und nicht vergessen: New York is ready when you are. Eure Beate
Mein Look:
Kleid: Zimmermann
Jacke: Massimo Dutti
Schuhe: Birkenstock
Tasche: Bel Air von Balenciaga
Fotos:
Fotos von Beate: © Alexandra Seifert
alle New-York-Fotos: © Beate Finken


