Wann, wenn nicht jetzt...

... ist es Zeit für alles, was das Leben wirklich reicher macht? Für ein gelebtes, lässiges Selbstverständnis von Frauen, die sich mit + – 50 wohler, entspannter und besser fühlen als je zuvor – und genau das ausstrahlen. BeFifty ist der Blog von Beate, eine dieser erfolgreichen Frauen – mit sehr konkreten statt allgemeinen Profi-Tipps und Themen rund um Fashion / Beauty / Travel. Also los: Like to BeFifty.

 

 © Foto: Johanna Link / Donna Magazin 

© Foto: Johanna Link / Donna Magazin 

Warum mein Leben sich gerade falsch anfühlt

Arthur würde doch nicht ...? Ein Kloß aus Schamgefühl und Wut steigt in meinem Hals nach oben. Parallel taucht das Bild dieses gutaussehenden Mannes Felix, den ich in Neuseeland kennengelernt hatte, vor meinem geistigen Auge auf. Der Filmvorführer in meinem Kopfkino zwitschert in meinem Ohr und will gerade wieder den Start-Knopf drücken, als ich die Faust auf die Schreibtischplatte knalle. Das darf doch alles nicht wahr sein! Ich bin verwirrt. So habe ich mir meinen „Wandel“ nicht vorgestellt. Nicht einmal in meinen kühnsten Träumen.

Spät abends sitze ich mit Brille und Buch vor dem Kamin und bin unfähig, auch nur eine Seite konzentriert zu lesen. Meine Gedanken kreisen zwischen Men-only, Felix in Neuseeland und einer latenten Traurigkeit. Ich habe keine Ahnung, ob das hormonell bedingt oder einfach meine Realität ist. Ganz egal was es ist: Es muss weg. Ich will das jetzt nicht haben. 

Es ist ein Moment in dem ich mir wünsche, mein Vater wäre hier bei mir. Solange ich denken kann, waren wir beide gut miteinader ausgekommen und wenn es mir an gutem Rat mangelte, dann ging ich zu meinem Vater. Etwas, das ich heute weit mehr vermisste, als traute Familiensonntage in meinem Elternhaus in Starnberg. 

Ich habe Pharmazie studiert. Viel zu lange. Und ich habe mich immens verausgabt. Für meine Mutter war jedes Mal die Welt zusammengebrochen, wenn ich einen der Scheine nicht geschafft hatte. Für mich kam der Zusammenbruch meistens erst, wenn ich am Tag darauf nach einer Frust-Ramazotti-Orgie wieder die Bücher hervolholte. Aber ich wollte nicht aufgeben. Nicht, wo ich schon so weit gekommen war.

Oft saß ich dann frustriert bei meinem Vater in der Garage und sah im dabei zu, wie er Oldtimer restaurierte. Meine Mutter hatte fast ihr gesamtes Leben als Internistin gearbeitet, während mein Vater seine Brötchen als Mechaniker verdient hatte. Meine Mutter war die Frau mit dem Lachs auf dem üppig gedeckten Frühstückstisch, während mein Vater mit einer Laugenbrezel in der Hand sehr gern den Sonntagmorgen auf der Bank hinter dem großen Haus begann. Kurz: Meine Mutter war die pragmatisch Zielorientierte in meinem Leben, während mein Vater eher der Träumer und Visionär war. So ungleich die beiden sich waren: Sie waren die große Liebe füreinander. Vielleicht, weil mein Vater der einzige Mensch gewesen war, der meine Mutter nicht auf ein Podest gestellt hatte. Zum Glück war Geld in meinem Elternhaus nie ein Streitpunkt, da mein Vater es geschafft hatte, mit der Restauration seltener Autos richtig viel Geld zu verdienen. Dennoch war er ein bescheidener einfacher Mann geblieben. 

Bald geht es weiter mit:"Warum ich ein Papa-Kind war"

Habt Ihr die ersten Teilen von Dorothee D. verpasst? Einfach hier klicken.

 

 

 

 

Mischas Styling-Video:  Longblazer

Mischas Styling-Video: Longblazer

Essie Gel Couture - Hochperformer oder Blender ?

Essie Gel Couture - Hochperformer oder Blender ?