Wann, wenn nicht jetzt...

... ist es Zeit für alles, was das Leben wirklich reicher macht? Für ein gelebtes, lässiges Selbstverständnis von Frauen, die sich mit + – 50 wohler, entspannter und besser fühlen als je zuvor – und genau das ausstrahlen. BeFifty ist der Blog von Beate, eine dieser erfolgreichen Frauen – mit sehr konkreten statt allgemeinen Profi-Tipps und Themen rund um Fashion / Beauty / Travel. Also los: Like to BeFifty.

 

 © Foto: Johanna Link / Donna Magazin 

© Foto: Johanna Link / Donna Magazin 

Was mein Kopfkino mit meinem Handy und Schnaps zu tun hat


„Hallo Dorothee, wie wäre es mit einem Wiedersehen? Lust, da anzuknüpfen, wo wir in Queenstown aufgehört haben? Alles liebe Felix.“
In meinem Kopf reiht sich Bild für Bild zu einem Film zusammen. Erinnerte Gesprächsfetzen mischen sich mit Düften ätherischer Öle und erzeugen ein wohlig warmes Gefühl in meiner nicht mehr ganz so straffen Bauchgegend.

Ich bin versucht, mir einen Schnaps einzugießen, um mein wallendes Blut zu beruhigen. Aber erstens ist Alkohol vor 20 Uhr definitiv keine Option und zweitens komme ich sowieso nicht dran, denn unsere Hausbar befindet sich in Bodennähe und ich stehe ja immer noch wie eine alternde Gazelle schief und mit Schmerzen in der Küche.

Gekrümmt schleiche ich über über Fliesen und Flokati zur Wohnzimmercouch, sinke zwischen die Kissen und schließe erschöpft die Augen. Der imaginäre Vorführer in meinem Kopfkino legt die Filmrolle ein: Felix. Kräftige, schlanke Finger, erste graue Haare an den Schläfen. Ein Grübchen am Kinn. Ich brauche keinen Ton und gebe mich ganz und gar meinen Erinnerungen hin.

Ich muss zwei Stunden so gelegen haben. Hoffend, Schmerzen und Bilder würden sich verflüchtigen, wie der Morgennebel auf der Wiese hinter unserem Haus. Ganz von selbst. Wissend, dass das nicht gehen kann, weil ich die Bilder festhalte. Wieder und wieder spule ich die Filmrolle zurück. Auch, weil ich Angst habe, eines Tages zu erwachen und alles vergessen zu haben.
Fast überhöre ich das Klopfen von Dr. Huber an der Terrassentür.
Acht kleine Pieckser später spüre ich wie der Schmerz weicht und beginne mich zu entspannen in diesem herrlich wohligen Wattebausch-Gefühl in meinem Kopf.

Als Dr. Huber wieder weg ist, entscheide ich mich gegen den Schnaps und für einen Tee. Und wegen des Kinos, das zwischen den Wolken aus Wattebäuschen in meinem Kopf abläuft, verbrühe ich mir auch noch einen Finger. Meine 50 Lenze waren heute die Summe aus Wandlungswünschen, Wallungen, verschobenem Wirbel und einer puckernden Brandblase. Großartig Dorothee!

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Mischas Styling-Video: Schal (2) und Figur

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