Wann, wenn nicht jetzt...

... ist es Zeit für alles, was das Leben wirklich reicher macht? Für ein gelebtes, lässiges Selbstverständnis von Frauen, die sich mit + – 50 wohler, entspannter und besser fühlen als je zuvor – und genau das ausstrahlen. BeFifty ist ein Blog von drei dieser erfolgreichen Frauen – mit sehr konkreten statt allgemeinen Profi-Tipps und Themen rund um Fashion / Beauty / Travel.  Also los: Like to BeFifty.

Beate (Travel), Vanessa (Beauty) und Mischa (Fashion) (v.l.n.r.)

Wie eine Komplettrasur zum Kuschelkiller wurde

Das schwere Etwas flog vom Sofa auf den Boden und jaulte. Also schon mal keine Thrombose. Träumte ich? Am Boden saß ein riesiges Fabelwesen mit hässlicher rosafarbener Haut, grünen Augen, einem Ohr und buschigen Socken an den Füßen. Spätfolgen des Joints, den ich mit Chrissy nachts zum Abschied geraucht hatte? Etwa doch eine Thrombose, deren Blutpfropf bis zum Sehnerv gewandert war und mir nun schreckliche Bilder machte? Oh mein Gott. Das Ding. Es war kein Fabelwesen. Und ich war plötzlich wieder hellwach. 

Vor mir saß Samson. Und war so hässlich! Ich kannte meinen geliebten Freund nicht wieder. Seine großen grünen Augen sahen mich an. Als wolle er mir sagen, dass für sein Aussehen niemand etwas kann. Für schlechtes Benehmen und Katzen-Katapult hingegen schon. Er blickte mich beleidigt an. Ich streckte die Hand aus und sagte sanft seinen Namen. Versöhnlich kam er auf mich zu und hüpfte auf die Couch. Da wo einst sein zweites Ohr gewesen war, fehlte ein großes Stück und dieses bisschen Haut hatte nur noch Flaum, statt Fell. Das linke Ohr war hingegen nach wie vor mit einem Büschel Haaren bewachsen und hatte die für Perser typische spitze Form. Ansonsten war mein Samson eine nackte Tatsache. Sein Fell war bis auf das letzte Haar von seinem Körper rasiert worden. Das machte den sonst so stattlichen Perser-Mix zu einem ausgezehrten Schatten seiner selbst, bei dem ich jede Rippe zählen konnte. Wie dünn er in Wahrheit war. Sofort ergriff mich das latent schlechte Gewissen einer Katzenmutter.  Kleine blaue Äderchen am Bauch erinnerten an meine ersten Besenreiser an den Waden. Samsons Nacktheit zog sich über den gesamten Körper. Nur Pfoten und Kopf waren ausgespart und ein bisschen Fell hatte man ihm am Hals gelassen. 

Mein geliebter eigenwilliger Stubentiger sah aus, als stolziere er auf dicken Wollsocken. Vorsichtig streckte ich die Hand aus: „Na, komm mein Großer, komm her zu mir.“ Er sprang auf die Couch und kuschelte sich an mich, wobei der Mangel an Fell das Kuscheln nicht ganz so angenehm machte, wie sonst.

Die Uhr zeigte kurz vor halb 3, als ich aus meinen Nickerchen erwachte. Ich stand auf und deckte Samson mit einer Felldecke zu. Einem Impuls folgend schnappte ich mir die Schlüssel, schlüpfte in die Jacke und verließ durch die Küche das Haus in Richtung Garage. Mein MINI sprang anstandslos an und keine zehn Minuten später war ich auf der Autobahn in Richtung Starnberg unterwegs, dem einzigen Ort, wo die versammelte Brut de Jong noch sein konnte. 

Demnächst geht es weiter auf BeFifty mit "Harte Landung in die Realität".

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